21 Easy Steps To Albumen Printing
Originalseite by Mike Robinson
Übersetzung: D. Münzberg
Herstellung des Albumin
- Entscheiden sie sich für eine bestimmte Menge an Eiweiß.
Nehmen sie z. B. 15-20 extragroße Eier, eine Menge, die ausreicht, um etwa 50 Bilder
9x12cm zu präparieren.
- Eiweiß vom Eigelb trennen. Zunächst in ein kleines Gefäß
(Tasse z.B.). Achten sie darauf, daß absolut kein Eigelb das Eiweiß verunreinigt. Das so
separierte Eiweiß geben sie nun nach Sichtkontrolle in eine größere Schüssel und
sammeln es dort zum »schlagen«. Einigen wir uns auf 500ml Eiweiß. Auf diese Menge
beziehen sich die nachstehenden Mengen an Zusatzstoffen.
- Versetzen sie das Eiweiß mit 2ml einer 28%igen Essigsäure
(Essigessenz), 15ml dest. Wasser und 15g Ammoniumchlorid und schlagen sie das Eiweiß mit
dem Elektromixer schaumig.
- Den Schaum stellen sie für 24 Stunden in den Kühlschrank bis
er sich fast vollständig wieder verflüssigt hat. Filtern sie die Flüssigkeit durch ein
feines Baumwolltuch und lassen sie das gewonnene Substrat eine Woche im Kühlschrank
ruhen. Je älter, um so besser, fast wie bei guten Weinen.
Beschichten des Papieres.
- Nehmen sie für die ersten Versuche ein einfaches 200g-Papier
(z.B. Schöller GR oder G4).Wenn sie eingeübter sind und ernsthaft mit der Albumintechnik
arbeiten wollen, empfehle ich ihnen ausgiebige Papiertests um herauszufinden, welches
Papier am leichtesten zu beschichten ist und die beste Printqualität aufweist. Hier der
Vorschlag von Mike Robinson:
Get some paper. Clear Print Drafting Vellum or Strathmore
Artist Drawing - Plate Finish are good choices for coating. The vellum is easier to handle
when coating but the Strathmore is sized better. I suggest you practice coating with the
vellum and switch to the better paper when you get the hang of it. Double coating yields
glossier prints with more even coating and greater density but it is more difficult to do.
- Ihre Eiweißlösung filtern sie vor dem Gebrauch noch einmal
durch ein Baumwolltuch in ein Glasgefäß z.B. eine feuerfeste Backform von
Pyrex das von seiner Größe her ein Schwimmenlassen des Papiers auf der
Flüssigkeitsoberfläche gestattet. Und genau das tun sie nun für 3 Minuten. Achten sie
darauf, daß die Rückseite nicht benetzt wird und das sich unter dem Papier keine
Luftblase befindet! Nach 3 Minuten nehmen sie vorsichtig das Papier beginnend an
einer Ecke von der Flüssigkeit ab und hängen sie es mit der Längsseite nach oben
an die Leine zum Trocknen. Überschüssiges Eiweiß an der Unterkante nehmen sie von Zeit
zu Zeit irgendwie ab.
- (Nur bei doppelter Beschichtung). Tauchen sie das beschichtete
Papier für 15 Sekunden in 70%igen isopropyl alcohol (Spiritus?), dem man mit 3%
Ammoniumchlorid versetzt hat. Dadurch härten sie die Schicht und sie können die zweite
Beschichtung - ohne Anlösen der ersten Schicht - auftragen.
- Lassen sie das Papier ein zweites mal auf dem Eiweiß
schwimmen und hängen sie es danach an der gegenüberliegenden Seite wie beim ersten mal
an die Leine. Wenn das Papier trocken ist, kann die Sensibilisierung stattfinden.
Sensibilisierung
- Glühbirnen Safe light, 25 Watt. Keine Leuchtstoffröhren!
Machen sie sich 250ml einer 15%igen Silbernitratlösung. Bitte mit dest. Wasser! Vorsicht,
AgNO3 gibt überall schwarze Flecken und ist gefährlich, wenn man Spritzer ins Auge
bekommt.
Also: Handschuhe und Sicherheitsbrille.
- Lassen sie nun das Papier in ähnlicher Weise für 3 Minuten
auf der Silbernitratlösung schwimmen wie bereits bei der Eiweißbeschichtung erwähnt.
Printen
- Belichten sie, sobald das Papier trocken ist. Printen sie erst
am nächsten Tag, verliert das Papier erheblich an Empfindlichkeit. Wollen sie auf Vorrat
beschichten, so müssen sie dem Silbernitrat Zitronensäure zusetzen um dadurch die
Empfindlichkeit zu konservieren. Wenn sie mich fragen, lohnt sich der Aufwand nicht.
- Verwenden sie als Lichtquelle entweder die Sonne oder eine
entsprechend starke UV-Lichtquelle. Das Negativ sollte ein Dmax von ca. 2,20 aufweisen,
weichere Filme sind problematisch. Belichtungsproben sind anzuraten. Anhaltswerte: Bei
normalen Negativen sollte kopiert werden, bis die Schatten ein »bronzenes« Aussehen
haben. Dünnere Negative sollten 1-1,5 Stufen überbelichtet werden, denn der Print wird
im Prozeßverlauf eher heller als dunkler.
Originalton Mike Robinson:
Find some sunshine on a warm day if you can. A high UV light source is needed if you print
indoors. Put a suitable negative of about 2.20 density range in contact with the paper.
Use a hinged back frame so you can check exposure without disturbing registration. Print
until the shadows are just staring to "bronze". This means you've reached
maximum density. If the negative is thin, print until the highlights are about 1 to 1.5
stops too dark. The print lightens up during processing.
Nach der Belichtung
- Waschen sie den Print in Leitungswasser oder in Wasser, dem
sie Natriumchlorid zugesetzt haben. Das ist wichtig, weil überschüssiges Silbernitrat in
Silberchlorid umgewandelt werden muß, bevor es fixiert werden kann. 10 Minuten dürften
ausreichen.
- Zur Verbesserung des Bildtones und der Haltbarkeit des Abzugs
sollte nun getont werden. Eine teure Sache. Ungetonte Prints sehen rötlich aus.
Goldgetonte Prints sind angenehm purpurschwarz im Ton. Mehrere Tonungsarten sind möglich.
Ich bevorzuge die Borax-Methode, es tont schneller und ist preiswerter als andere
Methoden.
Ansatz:
40ml herkömmlicher Goldtoner werden mit 250ml dest. Wasser verdünnt. Geben sie 2,5g
Borax hinzu und rühren sie so lange, bis sich alles gelöst hat. Danach Tonung nach
Sicht.
Übertonung erzeugt graue Bilder.
- Wässern.
- Fixieren in üblichem Fixierbad.
- Hypo Clear for three minutes.
- Wash for at least 1/2 hour.
- Aufziehen des Print mit Naßklebeband.
- Admire
Weitere Anleitung siehe hier!
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